Chemietarifrunde 2019

Tarifkommission BaWü beschließt Forderung

Die IG BCE Tarifkommission Chemie Baden-Württemberg hat auf ihrer Sitzung am 11.09.2019 beschlossen den Tarifvertrag zu kündigen und eine Forderung für die anstehende Tarifverhandlung  beschlossen.

Um in die Verhandlungen neu einsteigen zu können, wurde von der Tarifkommission Chemie BaWü der derzeit gültige Tarifvertrag einstimmig gekündigt.

Christian Jungvogel, Leiter der Abteilung Tarifpolitik der IG BCE, präsentierte das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland, sowie die wirtschaftliche Situation der Chemischen Industrie. Anschließend präsentierte er die vom Hauptvorstand der IG BCE formulierte Forderungsempfehlung, die die Mitglieder der Tarifkommission in den einzelnen Bestandteilen ausgibig diskutierten.

Die Tarifkommission Chemie Baden-Württemberg hat folgende Forderung beschlossen:

  • Die Schaffung eines persönlichen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1.000 Euro, über das jeder Beschäftigte individuell verfügen kann: ob zur Umwandlung in zusätzliche freie Tage oder zum Ansparen auf einem Langzeitkonto – etwa, um in bestimmten Lebensphasen eine längere Auszeit nehmen zu können. Denkbar ist auch die Nutzung zur Altersvorsorge oder die direkte Auszahlung. Der Betrag ist tarifdynamisch zu gestalten. 
  • Eine reale und spürbare Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen. 
  • Eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels.
  • Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung. Sie wird durch die Arbeitgeber finanziert.

 Am 10.10.2019 wird die baden-württembergische Tarifverhandlung in Karlsruhe mit den Arbeitgebern beginnen.

Die Tarifkommission hat sich Ziele gesetzt, um die Tarifrunde zu nutzen, damit die Menschen im Betrieb von einer Gewerkschaftsmitgliedschaft überzeugt werden. Denn nur gemeinsam erreicht man mehr!

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